dichten wie@robotgernhardt [26]

das warten der schniefnasen auf den regen
auf tröpfchen die schleimhaut reizende pollen
und staub aus frühlingslüften waschen sollen
was wär das für so viele für ein segen!
das warten der schniefnasen auf den regen

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gute nacht

der mond schaut auf uns runter
weiß nicht, ob er uns sieht
er wirkt ja ziemlich munter
ich fühl mich wirklich müd
mag er mich nur entdecken
wenn er von oben schaut
er soll mich bloß nicht wecken
bevor der morgen graut

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abendreim

was tust du wenn der abend dunkelt
wenn nach dir greift die müdigkeit
siehst du diesen stern der funkelt
oder hast du keine zeit

siehst du diesen stern, der funkelt
schön wärs denn den seh auch ich
ich hör, wie meine sehnsucht munkelt
unsere blicke träfen sich

ich hör, wie meine sehnsucht munkelt
zwar bin ich hier. und du bist da
beim blick auf diesen stern der funkelt
fühlen wir uns einander nah

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eloge auf einen winzling

blüh wie
das veilchen im moose*
und lass dich bloß nicht darauf ein
dich zu vergleichen mit der rose
ja, sie ist groß. und du bist klein

du blühst schon wenn der frost noch zwickt
du zarte fee im blauen kleid
ich seh dich, lächle weltentrückt
du zeigst mir ja, es ist soweit

es ist erst märz, zur rosenblüte
braucht es noch ein ganzes weilchen
auch wenn sie sich noch so mühte…
du bist einzigartig, veilchen

* aus einem alten stammbuchspruch

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notiz

die nacht kam
schwarze decke
über der vorstadt
wo einsame laternen
träumen dass
es ihr licht sei
das die venus
sichbar werden
lässt

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