ihr advent

seit sie
die kinderschuhe
verließ zählte
sie nicht mehr
in der dunkelheit
den flämmchen
zu folgen den
schattentänzen
an den wänden
brauchte es nur
kerzen ganz gleich
wie viele

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dreiundzwanzigster dezember

dieser
moment wenn
du deinen
standort siehst
dich umschaust
im scheinbar
fremden gelände
und du
dann diesen
einen pfad
entdeckst
den du
zu gehen
beschließt

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zweiundzwanzigster dezember

ich meine
es wäre
schon märz
atme die
linde luft
und suche
kleine weiße
und blausternige
blüten knapp
über dem
rindenmulch
der vorgärten
statt dessen
in den
fensterhöhlen
dumpfgrauer
hausfassaden
in gläsernen
kerzensurrogaten
gefangenes
licht

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einundzwanzigster dezember

der
mond nimmt
unbewegt den
wattigen
wolkenschafen
die parade
ab
alle
schaut er
sich an
wie sie
schweigend
an ihm
vorbei ziehen
schweigend
auch er
ob er
wohl dem
einen oder
dem anderen
zuzwinkert?

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zwanzigster dezember

am himmel
heut ein
eitler mond
kaum ist
er mehr
als halb
trägt er
schleier
und hält
sich einen
hof

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