beschreibung #lyrimo no. 10

am fenster sitzt sie still
ihr blick nach draußen weit
als ob sie ankern will
laut schreit die einsamkeit

ihr blick nach draußen weit
wie ist die welt doch fremd
laut schreit die einsamkeit
das leben abgeklemmt

wie ist die welt doch fremd
alles scheint freudlos lau
das leben abgeklemmt
gefühle tragen grau

alles scheint freudlos lau
die freude macht sich rar
gefühle tragen grau
erinnern wies mal war

die freude macht sich rar
bleierne schwere drückt
erinnern wies mal war
ganz klein, der welt entrückt

bleierne schwere drückt
als ob sie ankern will
ganz klein, der welt entrückt
sitzt sie am fenster still

impuls: „Pantun“

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© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

nun denn

eine stunde
eine stunde die
nirgends fehlte
gab es doch genug
von jenen die
sich in leere
verliefen

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störmeldung

da
fehlt etwas
schon immer war
da dieses gefühl
des unvollkommenen
gesät sehr früh
als das funktionieren
zur währung wurde für
das recht auf existenz
und scheinbare nähe
und nun fehlt etwas
immer wenn es
gut sein sollte
als vermisste man im
glücksverheißenden
sonnenschein den
schatten

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besuch

liebe worte
sprach sie
ihrer freundin
erzählte leichtes
sprach von schwerem
in liebevollen
worten die
sich stauten an
jener wie eine flut
die bedrohlich sich
erhebend an der
mauer drückt

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trugbild

doch das eigene
leben erstarrt
vorwärts ist
scheinbar
laufen wie
am pflock
in ausgetretener
endloser bahn
ab und zu
im kreis eines
schmetterlings
flattern

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