und nun

sahst mich an
sorgtest dich
wie andere
mich sehen
und dich
fragtest mich
wie mein nachmittag
bei freunden war
und gleich darauf
nach deren einrichtung
nahmst meine mühen
zur kenntnis
und maltest mir aus
der fehler furchtbare
folgen
machtest mich satt
kleidetest mich
lehrtest mich auch
nützliche dinge
sahst mich an
ach hättest du nur
versucht mich
zu sehen

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aufbruch

im draußen
plakative veränderung
neue alte farben
düfte und klänge
klar und leuchtend
alte gewissheiten
die verkrusteten
im innen über die zeit
auch sie brechen auf
langsam leise
schmerzhaft

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versuch

ungelenk
wälze ich
mich hervor
finde den kokon
der falsche
wärme gibt
genährt durch
glutnestelnde furcht
ungehaust zu sein
ohne schutz beute
der seelenfresser
und weiß doch
mein heim geteilt
mit einem der
ihren

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rien ne va plus

tage
so frei
die welt harrt
der entdeckung
gedanken schlendern
zur tür durch den
spalt zu schauen
der frischluft
sich zu versichern
bevor gevatterin
angst sie wieder
zu sich zieht

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alte bestände

leicht
sollte es werden
wenn der lenz käme
hatte sie gelesen
lichter|luftiger
duftiger|froher
nichts davon
spürte sie
erdrückt von
gefühlen die
lang schon
verschlossen
im inneren
verstaubten
konnte sie
jemand brauchen
wollte sie
jemand haben
sie verschenkte
sie gern

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