zusammenfassung

der sommer ist schon fast vergangen
indes beschleicht sie das gefühl
er hätte gar nicht stattgefunden
weiß nichts was sie erinnern will

wie war es denn? sie gräbt sehr lange
nach spuren, die geblieben sind
sie sichtet wundervolle fotos
doch in ihr drin ist alles blind

sie wollte licht und leichte atmen
doch schwer drückte die einsamkeit
ließ sie schon in der sonne frieren
und bald kam schon die kalte zeit…

© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

aufschub

langsam
verblasste er
in seiner
schrumpfenden welt
entschwand von
augenblick zu
augenblick dem
den anderen
sichtbaren sein
lang schon nicht
mehr wahrnehmend
seiner selbst
schien ihm das
endliche
unausweichlich
da traf ihn ein
wärmender strahl
der sonne

© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

plan

atmen
sacht und still
dass da kein
aufsehen ist
denken
klein und leis
dass beim
wachsen der gedanken
die schutzhaut
nicht reißt die
vor dem außen schützt
das zuweilen so
bedrohlich wirkt
still halten
stille sein
atmen

© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

einschluss

und
vor der tür
ein sommer
licht wärme
geschäftigkeit
farben gerüche
begegnungen
mauerseglerschreie
wecken erinnern
an den sommer
vor der tür
das leben

© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

gestrandet

wie komme
ich hier weg?
mein fleck
einsam inmitten der
lebendigen wellen
nackter fels
stetig abgeschliffen
von den bewegungen
der außenwelt
in der ferne die
schiffe unerreichbar
mittendrin wurde ich
der welt unsichtbar
wüsste ich nur
wie ich hier
her kam
und wäre
da nicht dieser
durst

© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.