ach

sie
redete viel
sie sprach davon
sich neu zu verlieben
nun da sie den winter
doch ganz allein
überwunden
träumte vom
eins sein
im zwei sein
so als ob sie es
aus einer erzählung
nur gekannt
sie liebte ihre
vorstellung von liebe
und sie redete davon
und sie redete viel
ach
wie mir plötzlich
ein ziehen war
im herzen

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fade out

du bist
verschwunden
wie ein nebel der
im sonnenlicht sich
allmählich auflöst
hast dich gedimmt
breitest über alles
dein schweigen
daran erkenne ich
deine gegenwart
ein wort von dir
erschreckte
mich

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nein

ich will mich
niemandem erklären
nicht alles braucht
namen und worte
erklär du mir bitte
auch nicht
wer ich bin
oder was ich muss
und schon gar nicht
dich

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verloren

ach lass
doch die vergangenheit
sagst du
ich weiß wie
es sich anfühlt
zu lieben
schon immer
wusste ich es
es war immer da
das gefühl
geliebt zu werden
vergaß ich längst
und die gewissheit
geliebt zu sein
verlor ich wie
meine murmeln
in kindertagen

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kleiner abriss

da leben zwei seit vielen jahren
gemeinsam nebeneinander her
wie es begann erinnern beide
wie es bis hier kam, doch längst nicht mehr

es schien doch eben erst gewesen
als sie sich trafen jung und leicht
und wann gab es nur jenen kippunkt
wenn das gefühl des schwebens weicht?

sie kennrn an sich alle macken
längst stört was damals amüsant
manchmal erhellt sie ein erinnern
was einst man an einander fand

ertragen stoisch beider leben
beinah wie ochsen unterm joch
halten sich für stark verbunden
wähnen sich glücklich, leiden doch

sie liefen ja nicht auseinader
gewohnheit ist ein starkes band
nur manchmal missen sie die liebe
die einst still unbemerkt verschwand

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