ach

sie
redete viel
sie sprach davon
sich neu zu verlieben
nun da sie den winter
doch ganz allein
überwunden
träumte vom
eins sein
im zwei sein
so als ob sie es
aus einer erzählung
nur gekannt
sie liebte ihre
vorstellung von liebe
und sie redete davon
und sie redete viel
ach
wie mir plötzlich
ein ziehen war
im herzen

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diskrepanz

zu viele jahre
mit zu wenig zeit
sonnige tage
deren dunkelheit drückt
fröhliche texte
die beschweren
leichte musik
die zum weinen bringt
da ist diese mauer
zwischen der außenwelt
und dem inneren
die tür zu finden
scheint zuweilen
schier unmöglich

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fade out

du bist
verschwunden
wie ein nebel der
im sonnenlicht sich
allmählich auflöst
hast dich gedimmt
breitest über alles
dein schweigen
daran erkenne ich
deine gegenwart
ein wort von dir
erschreckte
mich

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haltlos

sie
sie fühlte
sie fühlte sehnsucht
nach einem halt
sie fühlte
sehnsucht wie jemand
der schiffbruch erlitt
und im spülsaum des
wilden meeres trieb
den wellen ausgesetzt
sie fühlte
sehnsucht nach
festem stand auf gründen
nach ankunft und frieden
sie fühlte
diese sehnsucht
und sah diese
große welle sich
ihr entgegenwälzen
in sich die angst
diese welle würde
sie unweigerlich
in die tiefe
ziehen

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verloren

ach lass
doch die vergangenheit
sagst du
ich weiß wie
es sich anfühlt
zu lieben
schon immer
wusste ich es
es war immer da
das gefühl
geliebt zu werden
vergaß ich längst
und die gewissheit
geliebt zu sein
verlor ich wie
meine murmeln
in kindertagen

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