ferien-pantun

nackte füße im nass
die nase im wind
still sitzend im gras
wie früher als kind

die nase im wind
sonne kitzelt die haut
wie früher als kind
nach libellen geschaut

sonne kitzelt die haut
wellen glucksen ans land
nach libellen geschaut
nach den muscheln im sand

wellen glucksen ans land
ach wie gern lauschte ich
und die muscheln im sand
wie verzaubert war ich

ach wie gern lauschte ich
still sitzend im sras
wie verzaubert war ich
mit den füßen im nass

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

altes

so eine nacht wie die einst war
ganz zärtlich lau und weich
wir saßen still im kühlen gras
am alten mühlenteich
des himmels schwärze war geschmückt
mit einem halben mond
beim silberlicht fragten wir uns
wer wohl dort oben wohnt
wir träumten dass wir zu ihm flögen
in einer fernen zeit
wir dachten stets in ewigkeiten
auch unsre zweisamkeit
dass ewigkeiten so schnell enden
haben wir nicht gedacht
heute erinnere ich mich
in dieser lauen nacht

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

vielleicht war es ja so

da knipste der dunkelnde himmel
nur zwei, drei mal am schalter vom licht
was im lichtschein verstohlen
er dann sah, ließ ihn grollen
denn die staubwelt gefiel ihm nicht

also nahm er den eimer und stellte
ihn unter den fließenden hahn
und er holte inzwischen
denn er wollte feucht wischen
aus der kammer den mop und begann

seinen plan in die tat umzusetzen
und er feudelte eifrig herum
bis er sich kurz versah
das malheur war gleich da
denn der eimer voll wasser fiel um

wie das wasser rasch floh aus dem eimer
und gleich zwischen den wolken verrann!
für uns ist es ein segen
den er fällt heut als regen
der den staub aus der luft waschen kann

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

fast schon ein abgesang

du packst nun deine koffer
längst ist die zeit heran
dass es dich von hier fortzieht
merkt ich schon, dann und wann

wenn du die lust verloren
auf gleichförmigen zug
du launisch reagiertest
wie schwer ich es ertrug

mal zeigtest du dich heiter
dann wieder warst du grau
und deine kalte schulter
die kenne ich genau

und warst du übermütig
dann triebst du mir den schweiß
so wie du dich gebierst jetzt
dann gehst du auch nicht leis

du grummelst und du rumpelst
als schiedest du im groll
so lange hast du dur gespielt
zum abschluss wird es moll

du packst längst deine koffer
als wär alles vorbei
ach, pack nur nicht so viel ein
du kommst ja wieder, mai

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

kurze zusammenfassung

wir schliefen
und du warst in meinen träumen
ich fühlte (auf mir ruhend)
deinen blick
da waren haut und
zarte fingerspitzen
und niemals wollte ich
von dort zurück
wir redeten
wir lachten und wir schwiegen
was kommen würde
kümmerte uns kaum
verloren uns abrupt
als du mich wecktest
hier bin ich nun
und du verharrst im traum

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.