am ende

ausgeleert
einer halb
aufgerollten tube
gleich fühle ich
die kraft die
mir fehlt am
ende des tages
strecke ich
mich ächzend aus
mühsam

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schiffbruch

leises glucksen
um sie herum
schwimmendes
treibgut auf
der haut der
unergründlichen
kälte sog
schrecken sie
klammert am
treibholz mit
aller kraft
ende naht
nirgends ein
glückliches
ende

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wie sie sich anfühlt

wie
der biss
eines vampirs
infiziert sie dich
den langen rest
deiner existenz
wie ein vampir
bist du
(nicht tot)
und lebst doch nicht
erträgst kaum
das helle und
sehnst dich doch
so stark danach
möchtest da sein
wahr genommen
und doch ist da
die angst vor
entdeckung
wie ein vampir
ein kind der
nacht die du
nur trägst
in dir

schon so lang treibt es mich um. für mich trifft es dieser vergleich gut. möglicherweise fühlt sich eine depression für andere betroffene auch ganz anders an. ich weiß es nicht. das hier ist mein gefühl.

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im off

zwischenraum
refugium
platz für zweifel
ambivalenz
sichtschutz
vor sich selbst
schützt er
nicht

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suche

ich hätte gern gefunden
meinen platz in der welt
ich wäre gern verbunden
gäbs da was das mich hält

meinen platz in der welt
wie ersehn ich den fund
gäbs da was das mich hält
könnt ich ankern im grund

wie ersehn ich den fund
endlich sein, endlich sinn!
könnt ich ankern im grund
in dem wissen, ich bin

endlich sein, endlich sinn…
ich wäre gern verbunden
dieses wissen,ich bin
ich hätt es gern gefunden

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