schneckenfrühling

licht dämmert
durch die riefigen
spiralen meines heims
hell wie es viele
tage vermisst
wärmend strahlt
es auf mich herab
lässt mich träumen
von zeiten die ich
im schatten nur
überstehen kann
sie sind noch
nicht gekommen
in die welt zu kriechen
reicht die eigene
energie noch
nicht

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diskrepanz

weltenlauf
immer weiter
bewegt getrieben
energien toben
ständig weiter
entfernt das
eigene verlangsamt
in reibung mit
sich selbst im
stillstand fast
spürbar die spannung
der faden ist mürbe
geworden über die
jahre

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prozess

zog herein
wie wolken
unbemerkt
deckte es
helles ab
die schatten
wachsen zwischen
den schwindenden
lichtblicken
bis dunkel sich
legt auf alles
in deiner höhle
merkst du es
längst nicht
mehr

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abwärts

nach
dem high
hinab strudeln
unglaublich der
fall in tiefen
der schwärze
ein aufprall
nicht spürbar
du weißt dass du
angekommen bist
wenn alle wege
heraus mühsamer
aufstieg sind

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gefangenschaft

in den
engen wänden der
dunkelheit
waidwund
orientierungslos
ein paar gedanken
lauschend
ins schwarz
ihr rufen ist
selten geworden
zuletzt
wissen sie doch
noch nicht einmal
woher das staccato
des rasenden herzens
tönt

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