da capo al fine

wie
eine welle
die sich zurückzieht
und erneut den strand
überrollt

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schiffbruch

leises glucksen
um sie herum
schwimmendes
treibgut auf
der haut der
unergründlichen
kälte sog
schrecken sie
klammert am
treibholz mit
aller kraft
ende naht
nirgends ein
glückliches
ende

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erinnerung

an diesen
stillen tagen
trug die see
feine schraffur
gleißte am glatten
himmel heißes gold
millionenfach
versilbert gebrochen
an der netzhaut
die das visier
zusammengepresster
lider nicht schützte
also schließe ich
meine augen
und träume vom
salzwind

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abgemustert

kein
schiff das
da wartet fest
vertäut auf mich
kein aufbruch
also auf dem
gescheuerten holz
des wankenden
decks keine
im himmel
kreisenden toppen
kein ächzen der
masten kein schlagen
ich schaue auf
die see lange zeit
warte
schaue
bis ich allein mit
meiner sehnsucht
heimgehe

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zu neuen Küsten #frapalywo No. 5

wendepunkt

im
dröhnen schwer
sich wälzender wasser
tanzt über
der amorphen haut
der welt
hölzernes schwimmend
im rhythmus
malen seine stakenden
finger befreit von
blähend schlagendem tuch
achten ins
wattige grau
kein punkt der
den blick hält
nur das dröhnen
in den ohren
eine feste größe
bis ein mövenlaut
die augen lenkt
in die ferne
ankunft

impuls: „am Meer“

alle texte lest ihr hier: tag5

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