unterwegs

– zum sohn –

unaufhörlich
bewegt
gewunden in
straßenbändern
einem abend
entgegen der
schon mit
dämmerung droht
bewegt
auch gedanken
das treffen
vorweg nehmend
wandern sie
verwegen
voraus

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

elfchen

schleppend
der lauf
der dinge gebremst
von der bleiernen fessel
müdigkeit

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beschreibung

alles
tasten
nach nähe
mein denken
sucht deine haut
erinnernd der
zeit deines seins
mein hören
sucht dein herz
noch immer seinen
rhytmus tänzelnd
mein tun
erschwert um das
vermissen deines
lachens

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vom wetter

der tag
ein ächzen
im feuchten heiß
eines gnadenlosen sterns
die welt
schleicht
unwillig nur
jede kleine geste
ein marathon
ein letztes luftholen
im schatten
gemauerter wände
verharren und hoffen
auf die nachsicht
der nacht
der vogelsang
vor den fenstern
scheint nicht von
dieser welt

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altes

so eine nacht wie die einst war
ganz zärtlich lau und weich
wir saßen still im kühlen gras
am alten mühlenteich
des himmels schwärze war geschmückt
mit einem halben mond
beim silberlicht fragten wir uns
wer wohl dort oben wohnt
wir träumten dass wir zu ihm flögen
in einer fernen zeit
wir dachten stets in ewigkeiten
auch unsre zweisamkeit
dass ewigkeiten so schnell enden
haben wir nicht gedacht
heute erinnere ich mich
in dieser lauen nacht

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