abyss

fischhaut
kalt vom queren
ozeanischer einsamkeiten
in den tiefen des
blickes verlust
kompensiert durch
rauschen über
alle sinne
sehnen den
kontakt

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

treibgut

in der dünung
wogen im bewusstsein
des eigenen rhythmus
der abgeschunden
in der kreuzsee starb
gefühlte bewegung
unklar wer sie vollzieht
mitschwimmen bis zum
spülsaum eines strandes
vielleicht auch bis
zum zerschellen am
kliff

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

diskrepanz

zu viele jahre
mit zu wenig zeit
sonnige tage
deren dunkelheit drückt
fröhliche texte
die beschweren
leichte musik
die zum weinen bringt
da ist diese mauer
zwischen der außenwelt
und dem inneren
die tür zu finden
scheint zuweilen
schier unmöglich

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

fade out

du bist
verschwunden
wie ein nebel der
im sonnenlicht sich
allmählich auflöst
hast dich gedimmt
breitest über alles
dein schweigen
daran erkenne ich
deine gegenwart
ein wort von dir
erschreckte
mich

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

haltlos

sie
sie fühlte
sie fühlte sehnsucht
nach einem halt
sie fühlte
sehnsucht wie jemand
der schiffbruch erlitt
und im spülsaum des
wilden meeres trieb
den wellen ausgesetzt
sie fühlte
sehnsucht nach
festem stand auf gründen
nach ankunft und frieden
sie fühlte
diese sehnsucht
und sah diese
große welle sich
ihr entgegenwälzen
in sich die angst
diese welle würde
sie unweigerlich
in die tiefe
ziehen

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.