hochgeschaut

beinahe
halber mond
silbern belegt
pergamenthäutig
hängt schief
in der nacht
er rührt mich an
anders als
die wolken
die ihn still
passieren

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frage

wie
der wilde hopfen
sich schlängelt
aufwärts an
jedem halt
immer zum licht
sei es auch
pur gleißend
oder verhüllt
woher nimmt
der hopfen nur
seine zuversicht?

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erkenntnis

nichts ist
so wie es scheint
ein ding von dauer
heute die sonne
morgen kalter hauch
verlass dich nicht
auf ewigkeiten
zu wechselhaft sind
diese zeiten
stets liegt der wandel
längst schon auf
der lauer
hast du ihn akzeptiert
verwandelst du
dich auch

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kein perpetuum mobile

schlingerkurs
das ziel verdeckt
irgendwo hinter
dem horizont
einer halde aus
notwendigkeiten
(eigener und
derer anderer)
gewohntes und
verordnetes
bewegt mechanisch
vom fleck
unbeantwortet
die fragen
warum weiter
warum nicht einfach
verharren
wie ein mantra
schallt das
w e i t e r
aus dem off
einziger tropfen
auf dem mühlrad
so entgleiten die
letzten krumen
der substanz
entgleitet ein
sinn

und nirgends
halt

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freitag

am abend dann
ein tiefer atemzug
nur um
mit dem ausatmen
die reste der woche
zu zerstäuben

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